Nochmal zur Erinnerung, im Notfall nochmal unterschreiben: Morgen ist Aktionstag gegen ACTA, und hier kann man seinen EU-Parlamentsmitgliedern zeigen, dass man es ernst meint: Bitte unterschreiben, wers noch nicht gemacht hat - das Ganze ist wirklich wichtig!
Wie wurscht es anscheinend unseren Gesetzgebern ist, was sie im Parlament abnicken, schreibt hier die Futurezone: Wirtschafts-, Außen- und Justizministerium schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu - gewesen will's keiner sein.
Die für "geistiges Eigentum" zuständige Juristin der Kommission war bis 2004 Top-Lobbyistin der Musikindustrie. ... Hinter den Kulissen der Kommission, gleichwohl auf einem Spitzenposten, werkt seit Frühjahr 2011 Maria Martin-Prat. Sie arbeitet dort als oberste Juristin für "geistiges Eigentumsrecht", hat aber mit Lobbying-Kampagnen für die Medien- und Unterhaltungsindustrie jede Menge praktische Erfahrung.
Ach ja, und den Orden kriegt er auch nicht. Wieso ausgerechnet er den hätte kriegen sollen, ist ein anderer Witz, mit anderer Pointe. Aber auch zum Kotzen.
Eigentlich will ich tamtam nicht mit Unterzeichnungsaufforderungen für dies und das vollspammen, aber in letzter Zeit sind die Anlässe so grundlegend wichtig, dass ich öfter mal ne Ausnahme mache. Weiterlesen »
Seit einem Jahr sendet DRadio Wissen online und präsentiert kompakt und abwechslungsreich Alltags- und akademisches Wissen. Aus den Bereichen Nachrichten, Umwelt-Technik-Natur, Kommunikation und Web, Ausland, Kultur, Bildung und mehr informieren die im Schnitt 7 Minuten langen Beiträge untertags im Viertelstunden-Takt. Abends werden Sendungen der Schwesternsender Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur sowie anderer ARD-Sender übernommen. Die musikalische Untermalung von DRadioWissen besteht aus für das Sendeprogramm eigens komponierter elektronischer Musik. Allen voran vom sympathischen DJ Koze. Auf der Homepage des Senders können die Beiträge nachgehört werden, wie etwas Das langsame Ende des Gefängnis-Tatoos, Obama’s viertes Jahr, Stadtluft macht krank, Erklärwerk: Steuer auf Finanzgeschäfte, Warum Insekten nicht riesig werden können oder der einstündige Beitrag über das kürzlich wieder stattgefundene Eurosonic Festival in Groningen, welches als Kompass für das bevorstehende Musikjahr gilt. DRadio Wissen – Hirn will Arbeit: REINHÖREN. Weiterlesen »
Kurzes Heads-up: Hier bei Avaaz unterschreiben, schadet nix. SOPA und PIPA sind US-Angelegenheiten, gegen die man als Europäer wenig ausrichtet, aber immerhin lauert ja das ebenso üble ACTA noch immer im EU-Parlament.
Aus leider immer wieder aktuellem Anlass: Unterschreiben gegen die Vorratsdatenspeicherung wäre angesagt. Link zur Initiative, wo man auch direkt online unterschreiben kann, hier.
"Am 1. April 2012 tritt in Österreich die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Kommunikationsdaten aller BürgerInnen ohne Verdacht sechs Monate lang "auf Vorrat" gespeichert werden. Die Polizei kann überprüfen, mit wem Du, wann, wie lange telefoniert und vor allem wo Du dich zu diesem Zeitpunkt aufgehalten hast. Der Versand und Empfang aller SMS Nachrichten wird mitprotokolliert. BeimVersenden von E-Mails werden Sender, Empfänger und Zeitpunkt der Nachricht aufgezeichnet. Egal welches Handy du verwendest, dein aktueller Standort wird mitprotokolliert. So lassen sich genaue Bewegungsprofile von Handynutzern erstellen. Weiterlesen »
Ein schlechtes Jahr für Diktatoren, 2011 - nun ist also auch Kim Jong-il gestorben, der unbestritten neben Gaddafi eine der schillerndsten Gestalten dieses Planeten war. Wiki sagt zum Thema Legendenbildung: "Laut offiziellen staatlichen Angaben soll Kim Jong-il Kampfflugzeuge gesteuert und Opern komponiert sowie über ein fotografisches Gedächtnis verfügt haben. Außerdem führte er laut diesen offiziellen Angaben Regie bei international anerkannten Filmen. " Unvergessen sein Porträt in "Team America" der Southpark-Macher Stone und Parker; das musste ich oben verlinken, weil auch der Tod Diktatoren nicht vor Spott und Häme verschont; so weit kommt's noch. Mal ehrlich, wer die Anbetung so vieler Menschen mit Macht erzwingen musste, muss ganz schön erbärmlich gewesen sein.
So siehts also aus, wenn sich die Junge Industrie, der Kreativblock der IV unter 40, am Reality Cracking versucht. Die Aktion mit den Kafka-Schulbüchern, die voller absichtlicher Rechtschreibfehler waren, war ja noch ganz okay, aber das Trara um die dann eh gar nicht existente Sex-Schule fordert dann doch eher zum herzhaften Gähnen heraus - vor allem die, sorry, sehr bochene Erklärungsstrategie, warum das Ganze dann eigentlich veranstaltet wurde: Man wollte damit auf die Notwendigkeit hinweisen, fürs Pensionssystem doch bitte anständig für Nachwuchs zu sorgen. Weiterlesen »
Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Dass die Apples, Facebooks, Googles, Samsungs etc. dieser Welt wohl Interesse haben, leuchtet natürlich ein.
Dass Produkte möglichst schnell veralten sollen, auch!
Wers noch nicht gesehen hat: Schaut euch bitte diese Doku an, Teaser siehe unten:
Sehr eigen, was Roland Düringer im letzten Donnerstalk ever als Betthupferl zum Besten gegeben hat. Irgendwie bezeichnend für Österreich, dass ein Volksschauspieler wie Düringer in der leider etwas abgehalfterten Politkabarettsendung des proporzbesetzten Staatssenders eine, tja, halblustige Halbpersiflage auf das global auftretende Phänomen "Wutbürger" abliefert (in der Einspielung vor diesem Schlussplädoyer war Düringer übrigens deutlicher als Wutbürger-Witzfigur zu sehen). Dabei merke ich zumindest schmerzhaft, wie aufgesetzt das Ganze eigentlich ist - bei allem inhaltlichen "Eh" spießt's sich irgendwie trotzdem. Vielleicht ists ja was Formales, was mich stört: das bundesdeutsche Wort "wütend" hat Herr Hinterholzhacht wohl ansonsten zu Recht nicht in seinem Wortschatz, vor allem, wenn es so schöne Austriazismen wie "angfressen" oder "augfäut" zur Wahl gäbe.
Vielleicht ist das ja ebenso ein kleineres Problem des österreichischen Kabaretts - oder des österreichischen Gemüts? -, dass man ja sowieso gewohnt ist, der Realität mit einem respektablen Grant zu begegnen? Ob so viel jahrhundertelangem Angfressensein fällt es dann halt auch schwerer, den Moment zu übernasern, ab dem der Normallevel Grant zu wenig wäre. Die Welt steht nimmer lang! Denn natürlich muss man angesichts all dessen, was sich in den Spätstadien des Kapitalismus täglich ereignet, mit ganz, ganz großem Grant reagieren. Projekt für alle: Den nächsten Finanzspekulanten, den wir treffen, rammen wir mit dem nächsten Politbonzen ungespitzt in die tieferen Erdschichten des Planeten. Ich hab gehört, da solls Gold geben - ist ja angeblich krisensicher. Weiterlesen »