Die französische Libération reagiert charmant auf die Ankündigung des reichsten Mannes Frankreichs, das Land zu verlassen.
Übersetzt bedeutet der Titel etwa so viel wie in der Überschrift ins Österreichische übertragen.
Auch mir kommt oft selbiger Satz in den Sinn angesichts der immer wieder ängstlich geäußerten Furcht, das scheue Reh Kapital würde sich im Angesicht höherer Steuern flugs in sichere Drittländer wie eben Belgien, wahrscheinlich aber auch andere innovative Drittländer mit der gebührenden Hochachtung vor Geldadel, etwa Kambodscha oder die Cayman-inseln, vertschüssen, in denen man den armen Milliardären ihre Jachten nicht so öffentlich neidet. Man könnte nun argumentieren, dass ein Leben in Belgien sowieso genug Strafe für den Steuerflüchtling wäre, doch den 0,1 % des Weltkapitalismus ist es wohl wirklich wurscht, wo sich ihre Hochsicherheitsvillen befinden.
Mein Trost: So sind sie zumindest hinter Stacheldraht eingezäunt und müssen lebenslang Angst vor denen da draußen haben, die es frecherweise nicht dank der Gnade der reichen Geburt oder anderer persönlicher Großtaten so weit gebracht haben. Das ginge freilich auch anders - in gleichberechtigten und weniger finanziell heterogenen Gesellschaften sind alle viel glücklicher, auch die Reicheren -, doch dafür ist den Angehörigen dieser Leistungseliten der Preis zu hoch: Zumindest in diesem Leben können sie's mitnehmen. Tschüss! Weiterlesen »