"20 minutes into the future" - wer mir aus dem Stegreif und ohne Google sagen kann, woher das Zitat kommt, hat seine Jugend wohl ebenso, öhm, aufmerksam verbracht wie ich. Whatever! Future States ist ein interessantes Filmprojekt zum Thema Futurologie.
"Independent Television Service (ITVS) asked 11 renowned and
up-and-coming filmmakers to take the current state of affairs in the
United States, and extrapolate them into stories of the nation in the
not-so-distant future.
The result is FUTURESTATES , a
series of groundbreaking digital shorts. Each episode presents a
different filmmaker’s vision of American society in the not-too-distant
future, fusing an exploration of social issues with elements of
speculative and science fiction."
Das Resultat sind elf Kurzfilme, die sich sehen lassen können: Science-Fiction ohne Aliens und Lasergefechte, in handlicher Länge (unter 20 Minuten). Wär vielleicht mal was für eine 1bm-Filmnacht.
Wenn sich jedes zweite Gespräch in der Straßenbahn nur mehr um das eine dreht, muss was im Busch sein: Facebook hat Google als meistbesuchte Website überholt. Mir selbst erschließt sich der Sinn des Ganzen nur in Maßen - ich versteh's wohl, staune aber trotzdem über die Begeisterung, mit der viele Mitmenschen ihr Leben in Daten im Netz ausbreiten.
Menschen mit schwachen Nerven und geringer Frustrationstoleranz, bitte weghören: Towlr ist kein Spiel, sondern ein Genre. Man könnte die Mini-"Spiele", die sich unter der Bezeichnung Towlr versammeln, vielleicht eher als Experimente beschreiben. Oder als Rätsel. Oder einfach nur als fiese Herausforderung menschlicher Kreativität. Warum soll man sich das antun? Mit den Worten George Mallorys : "Because it's there."
Erklärungen sind was für Weicheier, Tutorials brauchen nur Muttersöhnchen, und wer's nicht schnallt - Pech gehabt. Es gibt für jedes Towlr eine Lösung, die sich durch die spärlichen optischen und akustischen Hinweise erschließt. Angeblich. Ideales Training für die Fälle, in denen man von sadistischen außerirdischen Intelligenzen zum Lösen fieser Rätsel gezwungen wird, weils sonst dem Planeten an den Kragen geht. Oder so.
Wer ein Rätsel löst, kriegt Kuchen. Und es gibt sogar ein Manifest .
Ca. 5 Jahre ist es nun her, als in den Londoner Clubs die Eltern 2Step Garage, Drum and Bass und Techno ein kleines Baby namens Dubstep auf den dreckigen Dancefloor gebaren. In der Zwischenzeit und einiges an Rauschen im Musikfeuilletonblätterwald (ab S.30) später, steht es um Dubstep aus Kakanischer Sicht nicht gut.
Doch das täuscht. Dubstep brodelt international fröhlich vor sich hin und macht nur einen großen Bogen um Österreich, dessen Clubs sich die Größen der Szene nicht leisten können. Darin liegt aber auch eine gewisse Chance. Während Minimal mittlerweile in den Provinzgroßraumdiscotheken angekommen ist, gibt es doch ein paar Leute im Lande die offen für neue Sounds sind.
Also lieber Dubstep (oder Dubtechno?): Bring Würze in der Minimaleinheitsbrei!
An die bezaubernd verschwurbelte Alice könnt ihr euch vielleicht noch erinnern, der Herr Pogo aus Perth bastelt aber nach wie vor ähnlich schwer verständliche Leichtigkeiten aus Zeichentrickfilmen. Upular ist so nett, dass sich, wie Spreeblick wohl richtig vermutet, die ansonsten klagsgeilen Studios hier zurückhalten. Weils halt so schön ist. Ich versteh immer noch kein Wort.